| Donnernde
Hufe der Prärie
Die einst schwer bedrohten
Bisons erlebten im Yellowstone Nationalpark im Nordwesten der USA ein erstaunliches
Comeback. Inzwischen sind auch ihre alten Feinde zurückgekehrt. Heute
jagen den Bisonherden wieder Wölfe hinterher. Bisons hatten es nicht leicht
in den Prärien Nordamerikas. Siedler sahen in ihnen Konkurrenten für
ihre Rinder und schossen sie erbarmungslos ab. Die riesigen Büffel, die
einst millionenfach durch die Ebenen zogen, waren in freier Natur so gut
wie ausgerottet. Nur ein kläglicher Rest von weniger als fünfzig Tieren
fristete in einem entlegenen Winkel des Yellowstone Nationalparks sein
Dasein. Inzwischen streifen wieder 5000 Bisons durch die Ebenen. In Yellowstone,
dem ältesten Nationalpark der Welt, erlebte noch eine weitere Tierart
ein Comeback: Wölfe. Nachdem man die Wildhunde in den 20erJahren des letzten
Jahrhunderts ausgerottet hatte, wurden sie 1995 wieder angesiedelt - und
das mit großem Erfolg. Zunächst begannen die Wölfe Wapitis zu jagen,
die nordamerikanischen Rothirsche. Mittlerweile trauen sie sich aber auch
an die Bisons heran. Aber nicht nur Wölfe machen den Bisons das Leben
schwer. Die heftigen Winter in den Rocky Mountains fordern jedes Jahr ihren
Tribut - nur jedes zweite Kalb überlebt die kalte Jahreszeit. Immer wieder
brechen die schwergewichtigen Wildrinder im Eis der Flüsse ein. Die Kälte
würde einen Menschen binnen weniger Minuten töten, aber die massigen
Bisons halten oft vier Stunden aus, bis sie zugrunde gehen. Und wenn eines
der Tiere derart in Bedrängnis gerät, sind auch Bären und Wölfe nicht
weit.
- Dokumentation /
Tiere, USA Dienstag, 13.07.2010
Beginn: 17:15 Uhr
Ende: 18:00 Uhr Länge: 45 min.
: Bob Landis, Kathryn
Pastenak
Kategorie: Nachrichten/Info-Dokumentation,
Themen-Natur
Land: USA
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